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| 27.07.10 20:34 Uhr - Erster Härtetest gegen Santander 2:1 gewonnen |
Klotzi |
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Sechster Sieg im sechsten Vorbereitungsspiel: Unsere Eintracht kam am Abend vor 1.400 Zuschauern im Göttinger Jahnstadion zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen Real Racing Club Santander aus der spanischen Primera Division. Die Iberer, die sich in der Lüneburger Heide auf die neue Saison vorbereiten und vor wenigen Tagen in Delmenhorst 1:3 gegen Werder Bremen unterlagen, waren vor dem Anpfiff genauso erstaunt über den an einigen Stellen nicht vorhandenen Rasen, wie die Eintracht-Profis. Nach einem Rockkonzert glich das ansonsten gut bespielbare Grün im Jahnstadion in einer der beiden Spielhälften teilweise eher einer Mondlandschaft als einem Fußballplatz.
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Spielbericht.. |
Dennoch entwickelte sich nach dem Anpfiff des Florstädter Schiedsrichters Stefan Trautmann ein flottes Testspiel, wobei die Eintracht im ersten Durchgang optisch überlegen war. Gefahr strahlten die Adlerträger vorwiegend dann aus, wenn es über rechts – also über Patrick Ochs und Marcel Heller – schnell und schnörkellos nach vorne ging. Die beste Chance für die Eintracht hatte Benjamin Köhler mit einer verunglückten Flanke, die jedoch so scharf vors Racing-Tor kam, das Santanders Keeper Fabio Coltorti sie an die Latte lenken musste (24.) und so einen möglichen Rückstand verhinderte. Ansonsten aber blieben klare Torchancen hüben wie drüben Mangelware. Bis zur 41. Minute und bis zum großen Auftritt von Caio. Der Brasilianer führte einen direkten Freistoß aus 28 Metern aus und zimmerte den Ball unter die Latte der Tormitte zum 1:0 für die Eintracht. Ein Traumtor! Danach passierte nichts Nennenswertes mehr. Mit der knappen Führung ging es in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel brachte Michael Skibbe Sebastian Jung für Georgios Tzavellas und Halil Altintop für Sebastian Rode. Auch im Tor der Eintracht wurde gewechselt: Oka Nikolov jetzt für Ralf Fährmann zwischen den Pfosten. Die erste Chance nach Wiederbeginn hatte die Eintracht. Ein abgefälschter Schuss von Caio aus 25 Metern sauste nur knapp am Gehäuse der Kantabrier vorbei. In der 54. Minute hatte dann wieder Caio eine Freistoßchance, doch diesmal entschärfte Keeper Coltorti den 22-Meter-Knaller unserer Nummer “30“. Nur drei Minuten später dann die 2:0-Führung für die Eintracht. Ein weiter Abschlag von Oka Nikolov landete genau vor den Füßen von Halil Altintop, der Santanders Schlussmann tunnelte und den Ball (57.). In den nachfolgenden Minuten wechselten beide Mannschaften permanent aus, so dass die Begegnung zunehmend verflachte. Erwähnenswert eigentlich nur noch die Großchance des eingewechselten Theofanis Gekas, der nach einem Abwehrfehler der Spanier plötzlich alleine vor Racing-Keeper Coltorti auftauchte, jedoch an dessen glänzender Reaktion scheiterte (78.). Erst gegen Ende der Partie kam Racing noch einmal gefährlich vors Gehäuse von Oka Nikolov, doch zu mehr als dem Anschlusstreffer in der 90. Minute durch Edu Bedia reichte es nicht mehr. So blieb es beim insgesamt verdienten 2:1-Erfolg unserer Eintracht, die eine ordentliche Leistung zeigte. Die Spanier kamen in 90 Minuten gerade mal zu drei aussichtsreichen Tormöglichkeiten. Mehr gönnte ihnen die Skibbe-Elf nicht. Am kommenden Sonntag (16:30 Uhr) folgt in der Commerzbank-Arena das Testspiel Nummer sieben. Dann kommt kein geringerer, als Chelsea FC. Tickets gibt es noch auf eintracht.de und auch die Tageskassen werden wohl noch einmal geöffnet werden. Eintracht – Real Racing Club Santander 2:1 (1:0) Eintracht: Fährmann (46. Nikolov) – Ochs (80. Steinhöfer), Franz (74. Bellaid), Russ (74. Petkovic), Tzavellas (46. Jung) – Rode (46. Altintop), Meier (70. Clark) – Heller (80. Titsch-Rivero), Caio (63. Schwegler), Köhler (70. Kittel) – Fenin (63. Gekas) –
Trainer: Michael Skibbe Santander: Coltorti – Cisma (63. Pinillos), Torrejon (63. Danilo), Picon (74. Borja), Francisco – Arana (70. Edu Bedia), Colsa (70. Luis Garcia), Diop, Kennedy (74. Juanjo) – Bolado (63. Luque), Munitis (63. Tchite) –
Trainer: Miguel A. Portugal Schiedsrichter: Stefan Trautmann (Florstadt)
Tor: 1:0 Caio (41.), 2:0 Altintop (57.), 2:1 Edu Bedia (90.)
Zuschauer: 1.400 (in Göttingen)
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| 26.07.10 18:29 Uhr - Korkmaz erleidet Mittelfußprellung |
Klotzi |
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Eintrachts österreichischer Nationalspieler Ümit Korkmaz erlitt heute im Nachmittagstraining eine starke Mittelfußprellung. Update: Zumindest Korkmaz wird zunächst auch keine Gelegenheit zur Wiedergutmachung bekommen. Der Österreicher zog sich am Montag im Training eine starke Mittelfußprellung zu und muss einige Tage pausieren. Der zunächst befürchtete Fußbruch – es wäre der dritte binnen zwei Jahren gewesen – bestätigte sich bei einer Untersuchung nicht.
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| 25.07.10 00:21 Uhr - Schützenfest reicht nicht für freien Sonntag |
Klotzi |
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Mit 14:1 (13:0) siegte unsere Eintracht am Samstagnachmittag beim Schlüchterner A-Kreisligisten 1.FC Union Niederkalbach. Vor rund 2.000 Zuschauern langte dieser Kantersieg aber nicht, um sich einen trainingsfreien Sonntag zu erspielen.
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Spielbericht.. |
Dabei hatte es im von Eintracht-Sponsor Mainova verlosten Freundschaftsspiel anfangs sehr gut ausgesehen für die Adlerträger. Denn nach Treffern von Theofanis Gekas (4), Caio (3), Marcel Heller (2), Benjamin Köhler (2), Ioannis Amanatidis und Pirmin Schwegler führte man bereits zur Pause mit 13:0. Damit war die Maßgabe für den freien Sonntag, mit 15 Toren unterschied zu gewinnen, also fast erfüllt. Doch im zweiten Durchgang brachte Michael Skibbe eine komplett neue Elf - und die hatte weitaus weniger Schussglück. So mühten sich Martin Fenin, Halil Altintop, Ümit Korkmaz und Co. 45 Minuten lang vergeblich, das Resultat in die erforderliche Höhe zu treiben. Einzig und alleine Ümit Korkmaz traf nach knapp einer Stunde zum 14:0. Nur wenige Minuten später musste SGE-Keeper Andreas Rössl dann sogar hinter sich greifen, nachdem ihn Johannes Krack mit einem Fernschuss überwunden hatte. Die Eintracht gab mächtig Gas. Markus Steinhöfer und Martin Fenin trafen beide je einmal den Pfosten. Doch das Gehäuse der wacker kämpfenden Gastgeber schien wie vernagelt. Dazu zeigte Torhüter Michael Förster etliche gute Paraden. Nun bittet Michael Skibbe am morgigen Sonntag, um 10:00 Uhr, zu einer Übungseinheit an die Commerzbank-Arena. 1.FC Union Niederkalbach - Eintracht 1:14 (0:13) Eintracht (1. Halbzeit): Rössl - Jung, Franz, Bellaid, Tzavellas - Heller, Schwegler, Caio, Köhler - Gekas, Amanatidis Eintracht (2.Halbzeit): Rössl - Steinhöfer, Titsch-Rivero, Vasoski, Petkovic - Rode, Clark, Meier, Korkmaz - Altintop, Fenin Tore: 0:1, 0:2 Heller (2., 7.), 0:3 Köhler (9., Handelfmeter), 0:4 Amanatidis (12.), 0:5 Gekas (17.), 0:6 Caio (21.), 0:7 Köhler (27.), 0:8 Caio (30.), 0:9, 0:10 Gekas (34., 37.), 0:11 Caio (42.), 0:12 Schwegler (43.), 0:13 Gekas (44.), 0:14 Korkmaz (62.), 1:14 Krack (66.) Zuschauer: 2.000 |
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| 23.07.10 01:44 Uhr - Chris wird operiert! Und in 10 Tagen wieder fit?! |
Klotzi |
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Gestern in München wurde beim Kapitän ein Leistenbruch festgestellt. Heute (9 Uhr) wird der Brasilianer von Dr. Ulrike Muschawek operiert. Laut Eintracht-Arzt Dr. Matthias Feld drohen sechs Wochen Pause. Doch Chris ist bester Laune: „Frau Dr. Muschawek hat mir gesagt, ich könne schon in drei Tagen Lauftraining machen und, dass ich in zehn Tagen wieder voll belastbar bin!“ Der Eingriff wird rund 90 Minuten dauern. Dr. Muschawek zählt zu den Top-Kapazitäten in Europa.
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Chris: „Die halbe Bundesliga war schon bei ihr. Da kann man sich auf ihre Worte verlassen, wenn sie mir so etwas sagt.“ Mannschafts-Doc Feld hatte am Mittwoch befürchtet: „Wenn eine Operation fällig ist, wird Chris rund sechs Wochen ausfallen.“ Klar, dass Chris gestern ein Stein vom Herzen plumpste: „Man soll eben nicht vorschnell urteilen. Ich bin mir sicher, dass ich im Pokal dabei bin und kein Bundesliga-Spiel zum Saisonstart verpassen werde.“ Eintracht-Trainer Michael Skibbe freute sich über die positive Diagnose von Dr. Muschawek: „Warum sollte man an den Worten zweifeln? Trotzdem will ich die Operation erst mal abwarten. Aber es klingt alles viel besser als befürchtet.“ Für heute Abend schon hat Chris den Heimflug nach Frankfurt gebucht: „Ich will bei meiner Familie sein. Und am Montag die erste Laufeinheit machen.“ |
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| 22.07.10 00:23 Uhr - FR-Interview mit Ioannis Amanatidis |
Klotzi |
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Herr Amanatidis, beim Testspiel gegen Straßburg am Mittwoch waren Sie nicht am Ball. Muss man sich wieder sorgen um Ihr zweimal am Knorpel operiertes Knie? Nein, nein, ich trete jetzt mal zwei Tage ein bisschen kürzer. Ich habe eine Schleimbeutelentzündung am linken Knie, also nicht am operierten rechten. Außerdem eine Prellung am Beckenrand, und die Muskulatur im Oberschenkel ist ein bisschen hart. Das sind aber ganz normale kleine Blessuren, die ein Trainingslager so mit sich bringt.
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Was macht das rechte Knie? Haben Sie Probleme?
Nein, es läuft wunderbar, es ist perfekt. Ich übertreibe es auch nicht. Ich nehme mir immer wieder mal eine Pause; im Trainingslager etwa bin auch mal einen Tag rausgegangen aus dem Trainingsbetrieb, um es nicht zu übertreiben, denn die Belastung ist natürlich schon enorm. Aber es läuft alles super, ich bin sehr glücklich. Zumal es ja auch nicht so ist, dass ich hier nur unfallfrei über den Platz laufen kann, ich bin mit meinen Trainingsleistungen sehr zufrieden. Ich bin sehr gut dabei.
Im Training hinterlassen Sie zurzeit fürwahr einen famosen Eindruck, das sieht auch Vorstandschef Heribert Bruchhagen so, der kürzlich sagte, Sie seien der beste aller Eintracht-Stürmer.
Das deckt sich mit meiner eigenen Einschätzung. Und wenn ich fit bin, dann spiele ich, da kann sowieso kommen, wer will. Ich fürchte keine Konkurrenz. Ich weiß, was ich kann. Ich war und bin absolut überzeugt von mir.
Woher nehmen Sie nach zwei quasi verlorenen Jahren so viel Selbstvertrauen?
Sehen Sie, als unser Ex-Trainer Friedhelm Funkel nach Berlin gegangen ist, da gab er im Kicker ein Interview. Darin stand, dass ihm in der Hertha-Mannschaft solche Typen wie Amanatidis fehlen, weil ich eben restlos von mir überzeugt bin. Ich glaube, Herr Funkel sagte: ,Amanatidis´ Selbstvertrauen ist grenzenlos.´
Er hat Recht! Wollen Sie das damit sagen?
So sieht es aus. Das hat Herr Funkel nicht einfach so dahergeredet, er kennt mich, und genauso ist es. Das soll nicht überheblich klingen, ich schwebe nicht im Himmel oder lebe im Wolkenkuckucksheim, ich brauche auch niemanden, der mir schmeichelt, ich kann mich selbst gut einschätzen. Es ist doch einfach so, dass es Fußballer gibt, die Profis geworden sind, weil sie die körperlichen Voraussetzungen haben. Und dann gibt es solche, die Fußball mit Köpfchen spielen, die Fußball verstehen, die intuitiv genau das Richtige machen. Und es gibt die Fußballer, die beides vereinen, die machen dann den Unterschied. Ich denke, bei mir kommt beides zusammen. Ich verstehe Fußball, und ich kann Fußball spielen.
Zweifel kennen Sie offenbar nicht.
Nein, wieso auch? Ich habe mit 26 schon mehr als 150 Bundesligaspiele gehabt, wenn ich gesund war, habe ich immer meine Tore geschossen. Wenn die letzten beiden Jahre nicht gewesen wären, hätte ich es am Ende auf 500 Spiele gebracht. Das sagt doch alles. Auf die 600 Spiele vom Charly (Rekordbundesligaspieler Karl-Heinz Körbel mit 602 Einsätzen; Anm. d. Red.) hätte ich es zwar nicht gebracht, aber die schafft ja sowieso keiner mehr. Und ich habe immer noch Zeit, ich kann ja noch ein paar Jahre spielen.
Vor zwei Monaten schien daran nicht zu denken. Da sind Sie quasi schon zum Invaliden abgestempelt worden. Der Verein soll Sie gar gedrängt haben, eine weitere Kernspinaufnahme Ihres Knies machen zu lassen.
Ach, wissen Sie: Da ist so viel Zeug erzählt und geschrieben worden, darüber konnte ich nur lachen. Auf einmal wollten alle möglichen Leute gewusst haben, wie es mir geht. Alles Bullshit. Nur ich konnte wissen, wie es mir geht. Und ich habe damals gesagt: Zum Trainingsstart bin ich da und bereit. Und so war es dann ja auch. Ich habe mich damals mit einem sehr engen Kreis mir vertrauter Menschen intensiv ausgetauscht, da gehört meine Familie dazu, auch mein Berater Dirk Lips und Heribert Bruchhagen. Alles andere blende ich aus. Alles andere interessiert mich Nullkommanull.
Können Sie einen Vergleich anstellen zwischen Ihrem jetzigen Zustand und dem nach Ihrer ersten Operation am Knorpel?
Nein, das lässt sich nicht vergleichen. Damals war ich ja auch gut drauf, da bin ich ja super in die Saison hineingekommen. Ich kann nur sagen, wie es mir momentan geht. Das Knie hat alle Belastungen gut überstanden, und ich fühle mich viel besser als vor dem Urlaub. Was in drei, vier oder fünf Monaten ist, was in sechs, sieben, acht Jahren sein wird, das steht in den Sternen. Aber natürlich weiß ich auch, dass es vorbei sein kann, wenn wieder etwas mit dem Knie sein sollte. Doch daran denke ich jetzt wirklich nicht. Ich bin guter Dinge, dass es noch mal klappt.
Interview: Ingo Durstewitz |
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